Das Sendungsthema bei Domian morgen ist "Glas" und damit ein so dämliches, dass er hätte gar kein Thema finden müssen, denn über Glas lässt sich so alles sagen, dass eine Eingrenzung in eine Überschrift überhaupt so überflüssig ist wie der Moderator selbst.

22.2.07 01:57, kommentieren

In den "Gesprächen mit Goethe" bin ich schon wieder ganz in Anspruch genommen und bis ins Jahr 1827 vorgedrungen, 4 Jahre weit an einem Tag! Hoiho! Was das Buch so besonders macht, ist, dass es nicht viel tut als eigentlich immer nur die Wahrheit zu sagen und es einem schwer oder unmöglich wird, etwas zu finden, das gleichberechtigt dagegen zu stellen wäre. In manchen Gedanken wusste es die Zeit zwar besser als Goethe, aber selbst Weimar-Wolle musste kacken. Was mir nur Leid tut: Eckermann steht als Vermittler zwischen dem Leser und der Hauptfigur und somit immer im Abseits, obwohl das Werk nicht Goethes Idee und Vermächtnis ist, sondern eben Eckermanns. Goethe wird glänzend durch den Autor ins Licht gestellt und Eckermann fällt im Grunde aus dem Wesentlichen, kommt sogar hier und da ganz Banane daher, damit Goethe besser dasteht. Das ist schon wieder so bescheiden-naiv, dass es rührend ist! :D

22.2.07 01:28, kommentieren

Wenn es nach mir ginge, dürfte sich der Frühling so langsam bereit machen. Auf den Winter habe ich keine Lust mehr.

21.2.07 19:38, kommentieren

Nun ist es passiert. Nach all den vielen Monaten, die ich in Abstinenz zugebracht hatte, nach dieser langen Zeit war es nur natürlich, dass mein Wunsch, die innere Unruhe zu beruhigen, irgendwann das Gewicht bekommen musste, das nötig war, mich nicht länger hinzuhalten, nicht länger nur zuzusehen, wie andere sich der Lust nach dem Fleisch hingeben, dass ich endlich so schwach wurde, nachgeben zu müssen, mich aus meinem Tran zu befreien und mir, endlich, eine Currywurst zu kaufen, die sehr, sehr gut war.

21.2.07 17:51, kommentieren

Ein Welttagebuch ohne Beispiel

Nun folgt für mich nach 6 Jahren noch einmal das Buch jenes Mannes, der als enger Freund des alten Goethe sich aus Bewunderung zu diesem Dichter in freiwilliger Pflicht der eher mühsamen Arbeit verschieb, sich der zahllosen, im größten Durcheinander begriffenen Werke und Werkchen des Dichters anzunehmen, sie zu ordnen und als "Ausgabe letzter Hand" nach dem Ableben des Verfassers der Welt als übersichtliches Gesamtwerk zu hinterlassen.

Johann Peter Eckermann und seine "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" ist das Werk, das Eckermann in dieser Zeit verfasst hat. Fast ein Jahrzehnt war dieser der engste Vertraute Goethes. 1823 trat er das erste Mal bei ihm vor und blieb bis zu dem Tag im März 1832, als der Dichtergreis es dann doch als genug empfand und starb. Die Gespräche, die beide über Leben, Natur, Literatur, Musik, Kunst, Politik, Philosophie, Wissenschaft, Gesellschaft, Geschichte, Religion etc. miteinander geführt hatten, schrieb Eckermann tagebuchartig über die Jahre auf und gab sie als eigenständiges Werk heraus.

Herausgekommen ist, wie Nietzsche sagte, "das beste deutsche Buch, das es gibt".

 

 

 

 

21.2.07 03:26, kommentieren

Wenn dies die beste aller möglichen Welten ist...

...wie sind dann erst die anderen? 

Voltaires Candide... noch einmal, denn Voltaire ist immer keine Zeitverschwendung! 

Candide trifft seine Liebe, Kunigunde, wieder:

"Ja - sind sie es denn wirklich?", rief Candide, "Sie leben? Und in Portugal treffe ich Sie wieder? Also hat man Sie doch nicht vergewaltigt, hat Ihnen nicht den Bauch aufgeschlitzt, wie es mir der Philosoph Pangloß versicherte?" "O doch!", gab die schöne Kunigunde zurück, "aber man stirbt ja schließlich nicht immer gleich daran."

:D 

 

 

 

 

20.2.07 23:39, kommentieren

Goldtüte Russisch Brot an Tolstoi

Tolstoi ausgelesen. Meinetwegen darf er seinen Bart bis in den Kreml wachsen lassen! Die Erzählungen sind so physisch, dass man aufpassen muss, sich nicht von einem russischen Pferdegespann über den Haufen fahren zu lassen. Über Romy Schneider hätte er schreiben müssen, wie sie usw.

 

 

 

 

20.2.07 20:42, kommentieren