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Einstiegselegie

Hier ist ein Blog aus Einsamkeit entstanden. Meine Freundin, die Mar, die große Marie, sie ist auf dem weiten Weg mit dem Flugzeug an die Ostküste Australiens und ich, ein junger Mann, ein Mensch wie Du und ein anderer Mensch, aus Berlin, wurde zurückgelassen. Nur in der Form eines Goethe-Verses wage ich, ihrer mich zu erinnern:

Du gingst, ich stund und sah zur Erden
Und sah dir nach mit nassem Blick.
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Aber Wolle Goethe war weit schlimmer dran als ich es bin, denn sein liebes Mädchen hatte vergessen, sich einen Friseurtermin geben zu lassen, musste so nicht wieder zurückkehren, weshalb sie auch nie mehr gesehen wurde. Marie aber hat sich einen geben lassen... Marie ist gut! In vier Wochen wird sie wieder da sein.

Auf Wiederlesen und -schreiben!

 

 

 

1 Kommentar 24.1.07 15:50, kommentieren

Über Schnee und andere Ereignisse

Draußen liegt Schnee, das erste Mal in diesem Jahr in der Stadt, in der Australiengirl und ich lesen. Aber lange liegt der nicht mehr, Stadt zu warm - adios Schnee!, Lufttemperatur zw. -4 und 0 Celsiusgraden, Luftdruck mir egal. Australiens Ostküste hat´s da besser! Die nächsten Tage werden dort 25 bis 30 Grad erwartet und nach der Wetterkarte wird ein großer Regentropfen fallen. Hoffentlich bekommt Marie den nicht ab! Ich sitze an meinem Diplom, trinke keinen Kaffee, hab ein braunes Kapuzenshirt an, höre Brecht und Marie fliegt noch Flugzeug.

 

25.1.07 12:43, kommentieren

Örgs

Die Kantine hier stinkt wie ein alter Lappen, mit dem man vor Tagen Kotze weggewischt hat!

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Oh, ich habe Freunde im Gästebuch! Tag Freunde! - w oder m? Wie alt? Woher? :D

25.1.07 15:01, kommentieren

Nichtgeburtstag

Eigentlich wollte ich im Mai Geburtstag haben. Meiner Familie aber war mein wirklicher Geburtstagstag wohl wichtiger, weshalb mir auch vergratuliert wurde. Lisa die Katze, das kleine, liebe Haustier kam mir heute morgen entgegengelaufen, ach! und wollte spielen. Beim losspringen hat sie eine Bierflasche umgeworfen, dass der Deckel absprang und das Bier lief. Anstoßen auf mein Wohl wollte sie, das gute Tier, die gute Seele, gute Tierseele! Meine Oma hat mir einen Kuchen gebacken, musste also zu ihr hin, Kuchen holen und dann ins Museum den Kuchen essen. 4 Geomenschen hatten diesen Monat Geburtstag und es wurde nachgefeiert.

Sonstiges: 

Berlin ist kalt: - 10 Grad, Schneefall, kalter Wind. Habe Schnitzlers "Traumnovelle", "Andreas Hartknopf" von Karl Philipp Moritz gelesen und 3 Erzählungen von Flaubert begonnen. Der erste wird von Freud, der mittlere von Goethe und der letzte von Kafka gelobt. Ich bin sehr müde und in Australien war "Australien Happy Day".

 

26.1.07 18:15, kommentieren

Ein Käfig ging einen Vogel suchen - Kafka und der Dampfdruck e

Arte hat in halben Stunde seinen Themenabend über Kafka. Aufgrund dieses Ereignisses machen es sich das Gesamtwerk des Dichters, seine Briefe und Tagebücher mit mir nachher auf der Couch bequem und gucken da zu.

Marie hat aufgrund des sehr hohen Dampfdruckes (e) in Australien als Funktion der hohen Dampfdichte (ρi) und der hohen Luftemperatur (T)...

e= rho_i cdot R_i cdot T

e - Dampfdruck

ρi - Dampfdichte

Ri - individuelle Gaskonstante

T - Temperatur

...Löckchen in den Haaren.

 

 

 

 

 

26.1.07 21:46, kommentieren

Wochenende

Nichts gewesen außer Lesen! :D

29.1.07 05:28, kommentieren

Vom Bibliotheksbesuch, Flaubert und Winckelmann

Heute habe ich mich zum Kaffeetrinken in die Bibliothek eingeladen, in der ich Staatsdiener war. Was war das für eine heitere Runde aus Scherz und Schabernack, aus Frohsinn und natürlichem Lachen im Beisammensein von guten Menschen, von wahren Freunden und Menschenmaterialien. Ich wünschte, Lisa die Katze, das schwarze Haustier (Tier), hätte das miterleben können, nur hatte sie keinen Anorak und keinen Regenschirm, die sie hätte haben müssen, um nicht nass zu werden, denn das Winterintermezzo, das hier einige Tage seine kalte und weiße Show zeigte, wurde vom Klimawandelherbst wegtemperiert und weggeschmolzen. Regen und Wind bestimmen nun das Wetter wieder in Berlin, in der Stadt, in der Marie und ich leben und Luft atmen mit unseren Lungenflügeln.

Flaubert habe ich zu Ende gelesen. Sein Stil, nur das Notwendigste, ganz frei von Wohlgefälligkeit und Sentimentalität, auszusprechen, hat mir so sehr gefallen, dass ich auf den Inhalt der Erzählungen kaum geachtet habe und nicht wirklich im Stande wäre, zu sagen, worum es im Einzelnen in denselben ging, wenn mich ein Mensch mit seinem Kiefer oder eine Amsel mit ihrem Schnabel fragen würde.

Nun lese ich Johann Joachim Winckelmanns "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst", den Schlüsselaufsatz für die Kunstauffassung der Klassizisten in der 2. Hälfte des 18 Jh., v. a. für Wolle Goethe und Fritzi Schiller.

So! Es wird Zeit! Ich zieh ins Bett! Ich zieh ins Bett, dass es kracht! Gute Nacht! Haha!

 

 

 

1 Kommentar 30.1.07 03:38, kommentieren