Ein Welttagebuch ohne Beispiel

Nun folgt für mich nach 6 Jahren noch einmal das Buch jenes Mannes, der als enger Freund des alten Goethe sich aus Bewunderung zu diesem Dichter in freiwilliger Pflicht der eher mühsamen Arbeit verschieb, sich der zahllosen, im größten Durcheinander begriffenen Werke und Werkchen des Dichters anzunehmen, sie zu ordnen und als "Ausgabe letzter Hand" nach dem Ableben des Verfassers der Welt als übersichtliches Gesamtwerk zu hinterlassen.

Johann Peter Eckermann und seine "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" ist das Werk, das Eckermann in dieser Zeit verfasst hat. Fast ein Jahrzehnt war dieser der engste Vertraute Goethes. 1823 trat er das erste Mal bei ihm vor und blieb bis zu dem Tag im März 1832, als der Dichtergreis es dann doch als genug empfand und starb. Die Gespräche, die beide über Leben, Natur, Literatur, Musik, Kunst, Politik, Philosophie, Wissenschaft, Gesellschaft, Geschichte, Religion etc. miteinander geführt hatten, schrieb Eckermann tagebuchartig über die Jahre auf und gab sie als eigenständiges Werk heraus.

Herausgekommen ist, wie Nietzsche sagte, "das beste deutsche Buch, das es gibt".

 

 

 

 

21.2.07 03:26

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